Zeugen der Flucht – Antirassistische Bildungsarbeit

Zeugen der Flucht – Antirassistische Bildungsarbeit

Austausch auf Augenhöhe

Wie kann man Menschen für die Lebenssituation geflüchteter Menschen sensibilisieren? Das fragten sich drei Freiburger Studentinnen angesichts der Nachrichten und Bilder zur Flüchtlingskrise 2015/2016. Kurz darauf wurde Zeugen der Flucht mit viel Motivation in der WG-Küche gegründet. Zeugen der Flucht e.V. ist eine antirassistische Bildungsinitiative mit Standorten in Freiburg und Dresden, deren Team aus jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung sowie vielen Ehrenamtlichen besteht.

Fluchtbewegungen Gesichter geben 

Der Verein besucht mit Geflüchteten Schulen, damit sie dort von ihrer Flucht und den individuellen Gründen dafür berichten können. So bringen sie Jugendliche mit Geflüchteten in Kontakt – an Schulen, weil sie dort alle unabhängig von ihren sonstigen Hintergründen erreichen. Die Geflüchteten, die als Erzähler*innen von ihrem Leben berichten, erfahren im Gegenzug Aufmerksamkeit für das, was sie erlebt haben.

«Wir hatten das Bedürfnis, etwas zu tun. Viele Menschen haben nicht verstanden, was es bedeutet vor dem Krieg zu fliehen, wie das ist kein Zuhause mehr zu haben.» Hanna Rau, Vorstandsvorsitzende

Miteinander statt übereinander sprechen

Das Ziel ist, Begegnungen zwischen Mitgliedern der Gesellschaft zu schaffen, die sich im Alltag selten austauschen. Debatten um Flucht und Migration sind oft geprägt von Vorurteilen, Ängsten und der Berichterstattung in den Medien. Wer jedoch miteinander spricht und persönliche Erlebnisse teilt, wird andere Perspektiven einnehmen und die Lebenssituation anderer Menschen besser verstehen. Durch Austausch auf Augenhöhe wird die Thematik greifbarer und sorgt für mehr Verständnis.

Der Verein will einen Beitrag zu antirassistischen Bildungsarbeit leisten. Dazu werden Unterrichtsbesuche und Projekttage an Bildungseinrichtungen organisiert. Dies ermöglicht einen direkten Austausch und die Begegnung zwischen Geflüchteten als Zeitzeug*innen und Schüler*innen auf Augenhöhe. Durch die persönliche Begegnung und die Offenheit bei den gemeinsamen Treffen können die Schüler*innen eine eigene, differenzierte Meinung zum Thema Flucht entwicklen und lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen. Das mediale Bild wird durch die persönliche Geschichte ergänzt und Themen wie Flucht und Migration werden nahbar und verständlich. Das hilft Vorurteile abzubauen, da die Treffen einer Stimmung von Angst und Verunsicherung entgegenwirken, die häufig zu Diskriminierungen und Vorurteilen führt.

Mehr Hintergründe gibt dieser Podcast mit den beiden Gründerinnen Hanna Rau und Melanie Sandhaas:

Zeugen der Flucht’s Beitrag zu den 17 Zielen

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Abbau von Vorurteilen und Rassismus unter Jugendlichen

Weniger Ungleichheiten

Bessere Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft, Vermeidung von Ausgrenzung

Hochwertige Bildung

Vermittlung von sozialen Fähigkeiten an den Schulen

Geschlechtergerechtigkeit

Geflüchteten Frauen bekommen eine eigene Stimme, anders als oft in ihrem eigenen Land

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Neue Formen der Kooperation zwischen Schulen und Geflüchteten

Projektbewertung

Die vollständige Projektbewertung kannst du hier anschauen:

Bilder

Magazin

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